Nachtgedanken - abgesagt

Das Konzertprogramm ist gemacht für die Zeit der Walpurgisnacht, der Maientänze und Alp­aufzüge. Wie schön muss das Paradies sein: Wölkchen, Mondschein, süsser Duft, Engelsmusik, Schäferinnen und Schäfer. Die Idylle eben. Blumen, Tiere, Menschen und Landschaft stehen in friedlichem Miteinander… Wäre da das eben nicht Ideale, aus der Reihe tanzen, zu laut oder lei­se, einsam und wild, nicht einzuordnen. Wir meinen aber: so ist es gemeint. Erst im Zusammen­klang von allem fügt es sich zu dem zusammen, was wir Leben nennen möchten.

So stellt man sich doch die Walpurgisnacht vor: wild, zerzaust, unberechenbar, Verrücktheiten allenthalben, Grenzgang zwischen Traum und Wirklichkeit, Idylle und harten Fakten. Nein, schla­fen lässt dieses Programm niemanden. Zu sehr wird die Zuhörerschaft umhergeworfen, heraus­gefordert, verführt und eingelullt, um wieder überrascht und gelockt zu werden. Musik, zusam­mengesucht aus Werken zwischen 1620 und 1750, erklärt nur in den Titeln. Bewusst, um dem Publikum seine Gedanken und Assoziationen zu lassen. Unausgesprochen, wie vieles, was in der Nacht passiert.

Die Besetzung mit verschiedenen Blockflöten und Barockoboe, Traversflöte, einem Streicher­ensemble und kräftigem Basso Continuo lässt zu, im kleinen Ensemble ein Maximum an Klang­farben und Emotionen hervorzuzaubern. Ein Programm, unkonventionell, überraschend und anregend. Das gelingt, wenn sich die Musiker*innen und Musiker mit so viel Herzblut und En­gagement auf dieses Projekt einlassen und die Klangmöglichkeiten auf den fast klappenlosen Blasinstrumenten und den Darmsaiten ausnutzen.

 

Besetzung

Grenzklang Barockensemble:

Blockflöten/ Barockoboe - Sabina Weyermann

Traverso - Nadja Camichel

Violinen - Andreas Kunz, Anna Rebekka Ritter

Viola  - Annette Kappeler

Violoncello - N.N

Laute - N.N.

Violone/ Gambe - Dina Kehl, 

Cembalo - Rainer Walker