Neun deutsche Arien von G. F. Händel und Instrumentalmusik

Mittwoch, 3. August 17:00 Uhr, Jesuitenkirche Solothurn (Fermata Musica)
Samstag, 10. September 19:00 Uhr, Pfarrkirche Mörel
Sonntag, 11. September 17:00 Uhr, Festsaal Kloster St. Urban

 

Grenzklang Ensemble

Carmela Konrad – Sopran
Sabina Weyermann – Blockflöte/ Oboe
Sergio Bermudez – Theorbe
Dina Kehl – Viola da Gamba/ Violone
Rainer Walker – Cembalo/ Orgel

 

Die neun deutschen Arien von Georg Friedrich Händel sind von 1724- 1727 entstanden. Der gefeierte Komponist lebte da schon zehn Jahre in London. Der Text ist vom Hamburger Dichter Barthold Heinrich Brockes (Sammlung: Irdisches Vergnügen in Gott)  und in Deutsch verfasst.  Sie entstammen dem Geist der Empfindsamkeit zu Beginn der Aufklärung. Der Mensch findet in der Schönheit der Natur die Spur Gottes wieder.  In Händels Schaffen sind diese Arien einzigartig. Vor- und nachher hat nichts Vergleichbares komponiert.  In ihrer Innigkeit, aber auch Heiterkeit und positiven In-die- Welt blicken passen diese Schätze in auch in unsere Zeit. Vorwärtsschauen, geniessen, dankbar sein und wieder: die Freude im Kleinen. Die Seele wird mit dieser Musik fein berührt, gestreichelt, geheilt und besänftigt. Händel benützt einerseits viel Material aus seinen eigenen Opernarien, andererseits steht in den Deutschen Arien ganz klar der Textvortrag im Vordergrund, alles was der Verständlichkeit im Wege stehen könnte (zu viel Virtuosität z. B.) wird eliminiert.

Ergänzt werden die Arien mit passender Instrumentalmusik aus der Zeit. Etwas wilder als die Arien, um ein Gleichgewicht zu schaffen…

 

 

Carmela Konrad

Die Sopranistin Carmela Konrad setzte nach ihrem Doppelstudium Gesang und Konzertgitarre an der Hochschule in Luzern ihre Weiterbildung in Meisterkursen u. a. bei Krisztina Laki, Jakob Stämpfli und Sibylla Rubens fort. Vor ihren Studien an der Musikhochschule besuchte Carmela Konrad eine Kunstschule.

Sie konzertiere in jüngster Zeit als Solistin u. a. in der Philharmonie, dem Prinzregententheater und dem Herkulessaal in München, der Philharmonie in Berlin, in der Great Hall des Moskauer Konservatoriums, in der Frauenkirche Dresden und als gebürtige Schweizerin natürlich in vielen Städten der Schweiz.

Konzerte im 2021/22 beinhalten u. a. Carl Orffs »Carmina Burana«, G. F. Händels »Messiah«, W. A. Mozarts »c-moll Messe« und »Exsultate, jubilate«, J. Brahms »Requiem«, J. S. Bachs Passionen, sein »Magnificat«, das »Weihnachtsoratorium« und diverse Bachkantaten sowie Liederabende mit dem Gitarristen Philipp Leon Fankhauser und dem Lautenisten Andreas Schlegel.

Carmela Konrad singt regelmäßig als Solistin beim Bach Collegium Zürich, im Heinrich Schütz-Zyklus Luzern sowie im Ensemble Stimmkunst des Zyklus von Bach:vokal Stuttgart.

Kammermusik zusammen mit lieben Menschen, mit hervorragenden MusikerInnen für ein aufmerksames Publikum zu singen hat einen besonderen Lieblingsplatz in Ihrem Schaffen.

Carmela Konrad ist Preisträgerin der Marianne und Curt Dienemann-Stiftung (CH), gewann den Förderpreis der Stadt Wels (A), den 1. Preis der Elvira Lüthy-Wegmann Stiftung (CH) und den Mathilde Müller Preis 2021 (CH). Sie war elf Jahre Dozentin für Gesang an der Pädagogischen Hochschule Luzern und ist seit 2019 als freischaffende Sängerin/Künstlerin tätig.

Neben dem Singen liebt sie es, ihrer Fantasie mit farbkräftigen Bildern und Skulpturen Ausdruck zu verleihen, mit ihren Händen im Garten zu arbeiten und an Blumen zu riechen.

 
www.carmelakonrad.ch
www.paintings.carmelakonrad.ch