Alt trifft neu: Brandenburgische Konzerte - Dumbarton Oaks

Vor 300 Jahren, im Jahr 1721, komponierte Johann Sebastian Bach die Brandenburgischen Konzerte, die heute zu den berühmtesten Werken barocker Musik zählen. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Christian Ludwig von Brandenburg-Schwendt gewidmeten Six Concerts à plusieurs instruments in Vergessenheit geraten.

1937/38 komponierte Igor Stravinsky das Konzert in Eb als nach seinen eigenen Worten „kleines Konzert im Stil der Brandenburgischen Konzerte“. Den Auftrag dazu hatte er von den amerikanischen Kunstmäzenen Robert Woods Bliss und seiner Frau Mildred Barnes Bliss erhalten, die damit ihren 30-jährigen Hochzeitstag feiern wollten. Dumbarton Oaks ist der Name ihres Landsitzes in der Nähe von Washington, D. C.

Die Besetzung und Form dieses Werkes sind jeweils an das dritte Brandenburgische Konzert Bachs angelehnt.

In der Form sind somit Dumbarton Oaks und das erste und dritte Brandenburgische Konzert miteinander verwandt: Sie folgen der Form einer italienischen Ouvertüre aus Konzertsatz, langsamem Mittelsatz und Tanz.

Als Ouvertüre für dieses Programm dient die Sinfonia zur Kantate 174 von Johann Sebastian Bach. Diese ist vermutlich bereits in Weimar entstanden und somit aus dem dritten Brandenburgischen Konzert entlehnt, erweitert um einen Bläsersatz aus zwei Hörnern, zwei Oboen und Oboe da Caccia. 

Bei diesem Projekt werden die Grenzklangmusiker*innen sowohl auf Barockinstrumenten wie auch auf modernen Instrumenten spielen. Das heisst auch, dass der Stimmton zwischen a’440 Hz (modern)  und a’415 (barock) wechselt.   

 

Besetzung

Grenzklang Orchester
Christian Rombach – Dirigat