Begrüssung

Viele spannende Konzerte stehen bevor. Besuchen Sie uns und freuen Sie sich mit uns an schöner Musik an schönen Orten!

Ein paar Worte zum Jahr 2022

Wie sind wir froh, mit Grenzklang über ein Ensemble zu verfügen, das in ganz kleiner Besetzung bis zum ausgewachsenen Barockorchester sein Publikum begeistern kann. Musik, von Mensch zu Mensch, soll ihre Kräfte entfalten, Unmittelbares in die Welt setzen und ihr und seinen BewohnerInnen gut tun. Freude bereiten, Raum geben, Kraft geben und zum Staunen bringen. Das sind die Ansprüche an unsere Darbietungen, mit denen wir vor das Publikum treten. 

Grenzklang pflegt in seinen Projekten im Jahr 2022  bewusst kleinere Formen, Kammermusik. Wir möchten uns die Zeit nehmen und sie nutzen, innezuhalten, nachzuspüren und zu realisieren, was mit uns in den vergangenen beiden Jahren, was in dieser globalen Krisenstimmung mit uns passiert ist und welche Schlüsse wir weiter ziehen möchten.

Passend zu dieser innigeren, stilleren Stimmung haben wir unser Jahresprogramm zusammengestellt mit Kompositionen, die in Umbruchzeiten entstanden ist. 

Carl Philipp Emanuel Bach und seine Zeitgenossen in der Mitte des 18. Jahrhunderts gehören dazu. Werke in unterschiedlicher Besetzung sind in der Sammlung «Musikalisches Vielerley» zusammengefügt und geben einen interessanten Einblick in die Zeit zwischen Barock und Klassik und ihre eigene Klangwelt. 

Ein Freudenfest wird das Programm mit barocken Konzerten. Brilianz und Virtuosität, Präsentieren der spielerischen Fähigkeiten und musikalischen Intentionen. Titelgebend ist ein Satz aus der Suite a- moll von Telemann für Blockflöte. Dieses Konzert wird eine Feier des Zusammenspiels.

Georg Friedrich Händels «Neun deutsche Arien» stehen singulär in seinem Schaffen. Die in der Zeit um 1720 modern anmutenden Texte des Herrn Brockes müssen ihn tief berührt haben. Sie entsprechen dem Inhalt nach der Aufklärungszeit und entsprechen dem Empfindsamen Stil. 

Ein Orgelspaziergang über die Grenzen des Grenzklanggebiets, vom Oberaargau ins Luzerner Hinterland, führt das Publikum zu vier ganz unterschiedlichen Orgeln auf kleinem geografischem Raum. Wir finden einen grossen Schatz an Kulturgütern vor der eigenen Haustür.

Das «Kleine Weihnachtsoratorium» ist eine Wiederaufnahme aus der Coronazeit. Abrupt wurden unsere Konzerte im Dezember 2020 gestoppt. Die Form überzeugt uns nach wie vor. Es ist eine Möglichkeit, die allseits bekannten Melodien aus dem Weihnachtsoratorium neu zu hören.

Mit zwei Konzertreihen, «Grenzklang – Konzerte für Alte Musik» im Raum Oberaargau, Luzerner Hinterland und «Tanz der Klänge» in Mörel – Filet bespielen wir Veranstaltungsorte abseits der grossen kulturellen Zentren. Grenzklang ist in einem steuerbefreiten Verein mit unterdessen über 100 Mitgliedern organisert.

Wir sind glücklich über unsere neue Zusammenarbeit mit der Camerata 49, dem anderen professionellen Orchester aus Langenthal. Unter dem Dach Oberaargau Classics verkünden wir unsere Konzerte auf dem gleichen Jahresflyer, wollen organisatorisch Synergien nutzen, einen gemeinsamen Newsletter verfassen  und uns gegenseitig stärken. Dadurch sollen vermehrt Ressourcen für die künstlerische Arbeit frei werden. Wir haben für dieses Vorhaben ein Transformationsprojekt beim Kanton Bern und BAK eingereicht und vollumfänglich bewilligt erhalten. 

Die Kulturinitiative Grenzklang ist stetigem Wandel unterworfen. Wir beugen uns nicht dem Druck, immer wachsen zu müssen. Wichtig ist für uns die Entwicklung, das Leben in der Zeit, die Haltung, die wir unseren MusikerInnen und unseren PartnerInnen entgegen bringen. 

Mitten in der Pandemie konnten wir unseren Gönnerkreis verdoppeln, was uns unglaublich freut. Geschätzt wird unsere positive Haltung, die Innovationen, die Brückenschläge und die Suche nach Partnerschaften. Wir wissen, dass wir nur gemeinsam Neues schaffen können. Wir versuchen die Welt mit denjenigen Mitteln zu gestalten die wir haben: der Alten Musik (und ganz vielen Blicken über den Gartenzaun). Wir setzen sie in die heutige Zeit, als Zeitgenossen. Mit unserem Handeln wollen wir nicht weniger als mitzuhelfen die Gesellschaft im Guten weiterzuentwickeln. Auf dem Land. Und weil ein Teil von Grenzklang ganz starke Wurzeln im Wallis hat bringen wir auch dorthin unsere Musik. 

Ziele: Gesellschaft positiv beeinflussen mit Innovation, Freude, Vertrauen, Qualität, respektvollem Handeln und Nachhaltigkeit. Die Musik verstehen wir als Zufluchtsort, Kraftquelle, Erholung. Der Zugang zu Musik soll für Allle möglich sein, darum sind wir auch bei der KulturLegi dabei.